Bearbeitung

Ab dem 06. September 2020

Historisches Museum Bielefeld

 

Staunen, Lachen, Weinen: Im großen, dunklen Kino-Saal lassen die Zuschauer, eingefangen vom riesigen Leinwandbild und einem eindrucksvollen Ton, ihren Emotionen freien Lauf. Für viele Fans werden dort Träume wahr. Seit 125 Jahren erleben Generationen von Kinobesuchern unvergessliche Stunden im Parkett.  
Wenn das Licht ausgeht und der Vorhang sich öffnet, saugen uns schon die ersten Bilder auf der großen Leinwand hinein ins Geschehen. Den Zauber der Filme kann man nur im Kino spüren. Und es ist nahezu unmöglich sich der Faszination des bewegten Bildes zu entziehen.

 

Blick in die Niedernstraße in Bielefeld. Am 28. Juli 1955 war die Eröffnung im Atrium mit sehr großem Publikumsinteresse. Ob der Titel des Premierenfilms die Berufswahl der Bielefelder beeinflusste, ist nicht überliefert.

Die Ausstellung

Das Kino ist der Raum, in dem sich die filmische Illusion manifestiert. Das Massenmedium Film braucht das Kino, sonst funktioniert das Ganze nicht. Dieser Aspekt ist in der Ausstellung gestalterisch herausgearbeitet worden. Die Bedeutung des Kinos soll visualisiert und der Zusammenhang von Film und seinem notwendigen Abspielort - oder vereinfacht gesagt: die Verzahnung von Kunst und Technik - soll deutlich gemacht werden. Sie werden hinter die Kulissen geführt, wo Ihnen die Techniken von Film- und Tonwiedergabe im Kino nahegebracht und die Funktionen und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Filmtheatern erläutert werden.

 

Grundgedanke der Ausstellung ist es, neben der allgemeinen kultur- und technikgeschichtlichen Bedeutung des Kinos die spezifische Kinogeschichte Bielefelds, die einerseits Eigentümlichkeiten enthält, andererseits stellvertretend für diejenige einer durchschnittlichen westdeutschen Großstadt stehen kann, vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung der Lichtspieltheater und der Zeitgeschichte zu erzählen. Sie werden dabei als Kinogänger in den Mittelpunkt gestellt. Es geht  uns um die spannende und unterhaltsame Vermittlung Bielefelder und allgemeiner Kinogeschichte.

So wollen wir quasi den umgekehrten Weg beschreiten, wie Woody Allen in „Purple Rose of Kairo“. Dort stieg die Illusion (Schauspieler) von der Leinwand in die Realität. Bei uns soll der Zuschauer vom Saal in den Film eintauchen, um dahinter die kinotechnische Realität zu entdecken. Kino lebt vom bewegten Bild mit Ton. Das zeigt auch die Ausstellung.

Wir gehen bei unserer Ausstellung vom Zuschauer aus:

Warum geht er ins Kino, was fasziniert ihn?

 

Wir spannen den Bogen von der Illusion zur Realität für eine anschauliche Vermittlung von Kultur und Technik des Kinos. Unterstützen Sie uns und fördern Sie eine moderne und inklusive Ausstellung, die dem Besucher durch interaktive Teilhabe einen Einblick in die Zusammenhänge eines Mediums bietet, das wie kein anderes als gesellschaftliches Phänomen für gemeinsam erlebte Unterhaltung steht.

 
 
 
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